Vor einer Weile bekam ich eine E-Mail eines Besuchers, mit dem Hinweis, dass die Bratkartoffel ihren Namen nicht, wie man vielleicht annehmen könnte, ihrer Zubereitungsart verdankt, sondern einer geschäftstüchtigen Wienerin Namens Henriette Josefa Braths.
Ihre Geschichte soll hier im kurzen vermerkt werden.
Die ganze Geschichte kann man HIER in Form einer romanhaften Biografie mit rund 50 Fotos nachlesen.

Man hat in der Geschichte der Kochkunst vielen Köchen ein Denkmal gesetzt.
Der römische Koch Lucullus muß für alles herhalten, was köstlich, also "lukullisch" ist.
Es wurden aber auch Personen mit der Kochkunst in Verbindung gebracht, die selbst gar nicht kochen konnten und die es als unter ihrer Würde betrachtet hätten, auch nur einmal einen Pfannenstiel in die Hand zu nehmen.
Zu diesen Personen zählen Chateubriand (Staatsmann), Stroganoff (russischer Großfürst), aber auch der österreichische Kaiser Franz-Josef, dem der "Kaiserschmarrn" ebenso gewidmet wurde, wie dem Fürsten Pückler das nach ihm benannte Speise-Eis.

Die Erfinderin der original Brathskartoffeln, nämlich die aus Malmedy (heute Belgien) stammende Henriette Josefa Braths, die ihren Namen nur durch die Verwechslung eines dusseligen Amtsschreibers erhalten hatte ist bis heute nicht gewürdigt worden.
Weder in ihrer Geburtsstadt Malmedy, noch in Vettweiß (bei Düren im Rheinland), wo sie ihre Jugend verbrachte und das Kartoffelgericht erfand, noch in Wien, wo sie mehrere Jahre mit dem geheimnisumwitterten Grafen Lajos (sprich: Lajosch) liiert war.
Dessen Mutter hatte "Jetti" ausdrücklich aufgefordert, an einem Rezeptwettbewerb in Wien teilzunehmen.
Henriette schickte 1907 das Rezept der damals von ihr so benannten Röstkartoffeln ein - und ein Wiener Zeitungsredakteur benannte diese dann in "Brathskartoffeln" um.
Von da an gingen die Brathskartoffeln sozusagen um die Welt.

Die ganze Geschichte der Henriette Josefa Braths unter: http://www.brathskartoffel.de


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